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QYPE* implemented hCard and hReview

July 13th, 2006 · 1 Comment · News, Semantic Web

12.000 hReviews auf einen Schlag! Tendenz stetig steigend …

Super - ich freu mich, dass QYPE* so schnell reagiert hat und die Microformate hCard und hReview bei sich implementiert hat. In dem zugehörigen QYPE*Vibes Artikel, stellt Stephan Uhrenbacher die Frage: Muss man alles mitmachen?

Meine Antwort: Ich finde es super, dass ihr es mitmacht, denn wir haben hier eine typische Henne oder Ei Situation. Ich denke ihr habt jetzt mit diesem Schritt eine Grundlage dafür geschaffen, dass man …

  • in Deutschland ein sehr schönes Beispiel für die Verwendung von Microformats hat, welches das breite Verständnis von Microformats fördert
  • sich in der Community Gedanken machen wird, Applikationen zu entwickeln, die mit euren Daten arbeiten. (z.B. ein nettes Wordpress Plugin für die eigenen Reviews?)

Denn richtig Spass sowas zu entwicklen macht es erst, wenn man sofort eine schönes Datenbasis und praktische Anwendung hat, mit der man was anstellen kann.

(Dies ist natürlich auch der indirekte Aufruf an alle, gleich loszulegen und seine Aktivität am besten gleich im deutschen Mikroformate Wiki zu dokumentieren und beim Barcamp Berlin vorzustellen!)

Was haben die QYPE* User davon?

1. Kontakte exportieren

Da alle Kontaktdaten von den Orten mit hCard ausgezeichnet worden sind, zu denen es Einräge bei QYPE* gibt, kann man diese jetzt einfach direkt als vCard exportieren. Wenn man also einen schönen Ort gefunden hat, muss man sich nicht mehr einen Stift und Zettel schnappen, um die Adresse aufzuschreiben, sondern man kann ihn direkt in sein Adressbuch importieren … und ihn z.B. beim nächsten Synch mit seinem Handy abgleichen.

2. Geistiges Eigentum weiterverwerten

Jeder Author hat selbstverständlich die Urheberechte an seinen Inhalten und räumt QYPE* bestimmte Nutzungsrechte an diesen ein. Dadurch dass alle Reviews jetzt mit hReview ausgezeichnet worden sind, schafft QYPE* die Grundlage dafür, dass man sein geistiges Eigentum, einfacher weiterverwerten kann.

Die Inhalte verschwinden nicht einfach in den Datensilos von QYPE*, sondern lassen sich auch von anderen Applikationen nutzen und weiterverarbeiten. Hierzu fehlt es zwar leider noch an existierenden Anwendungen und Diensten, die das einfach möglich machen, aber für diesen Fall wird es mit Sicherheit in Zukunft vermehrt möglichkeiten geben.

Hier wäre eher die Frage mal darüber nachzudenken, die Beiträge von QYPE* Nutzern einer Creative Commons Lizenz (z.B. Attribution) zu unterstellen (welche dann auch als Microformat mit rel-license ausgewiesen werden kann), um generell die Rechte der Nutzer besser zu schützen und zu gewährleisten, dass Applikationen, die jetzt theoretisch die hReviews auslesen können, auch automatisch den Hinweis auf die Lizenz dazu finden.

3. Structured Blogging

structured blogging.gifPrinzipiell ist der Schritt für QYPE* jetzt auch nicht mehr weit, Structured Blogging zu ermöglichen. Dass heisst, man kann dann einfach auf seinem Blog ein Review posten und angeben, dass es auch bei QYPE* publiziert werden soll. Oder der umgekehrte Weg: man schreibt ein Review bei QYPE* und publiziert es gleichzeit auf seinem Blog. Die grundlegenden Dienste (OutPutThis) und Plugins (Structured Blogging Plugin für Wordpress und Movalbe Type) sind dafür schon vorhanden. Aber gerade der Outputthis Dienst, ist noch nicht wirklich massen tauglich und nicht für jedermann einzurichten. Dann muss noch viel passieren.

4. Noch einfacher nette Orte finden

pingerati.gifWenn QYPE* alle Beiträge und Adressdaten über pingerati.net pingen wird, kann man in Zukunft nicht nur über die QYPE* eigene Suchmaschine, sondern auch über Technorati Beiträge auf QYPE* finden. Darüberhinaus wurde hiermit natürlich auch der Grundstein für interessante Mashups geschaffen. Für das Barcamp Berlin ist ja gerade ein Mashup Day in Planung, bei dem es darum gehen wird, Plazes und QYPE* zu kombinieren. Daraus könnte wirklich ein toller Mehrwert auf Basis von Microformats entstehen, wenn ich mir abhängig von meinem Aufenthaltsort Rezensionen von Orten in meiner Nähe ansehen kann!

Fazit

Sicherlich sind zum jetzigen Zeitpunkt noch längst nicht genügend Applikationen verbreitet, um der breiten Masse einen großen direkt nutzbaren Mehrwert von der Microformats Implementation zu bieten.

Aber: die Implementation war für QYPE* sicherlich keine aufwendige Sache und in sofern eine gute Tat, um Microformats, Structured Blogging und das semantische Web an sich weiter voranzutreiben und eine Datenbasis zu schaffen, mit der man arbeiten kann.

Freut mich wirklich sehr. Ich denke die Öffnung von Web Services, um Daten einfacher importieren, exportieren, teilen, remixen und anders auswerten / darstellen zu können, ist ein Schritt in die richtige Richtung und auch trotz (oder gerade auch wegen) einer kommerziellen Ausrichtung eines Dienste, eine Win-Win-Situation für den Anbieter und seine Nutzer.

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1 response so far ↓

  • 1 Stephan // Jul 13, 2006 at 12:58 pm

    So langsam wird mir klar, was diese microformate wirklich können. Das alles ginge zwar mit rdf auch, aber vielleicht werden die microformate den Weg zum Semantic Web eröffnen.

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