Das social Web erfährt eine neue Ausprägung: Mit Dropping Knowledge ist es möglich eine Frage zu übermitteln, für die von Internet Nutzern à la Digg gestimmt werden kann und dann ggf. unter die 100 beliebtesten Fragen kommt, die an 112 Intellektuelle aus der ganzen Welt gestellt werden wird.
Das Konzept dieser Aktion hört sich wirklich sehr spannend an:
On September 9, 2006, 112 of the world’s great minds will come together around the world’s largest table in Berlin’s historic Bebelplatz square. Recorded by 112 digital cameras, they will simulaneously answer 100 questions chosen out of thousands donated by the global public. The resulting 600+ hours of audivisual content will launch an unprecedented online resource: a knowledge portal and dialog forum created to host a global conversation convering the most pressing questions of our time.
Schade ist nur, dass es nicht zu funktionieren scheint. Die Top 10 Fragen, der tausenden Fragen, habe gerade mal max. 70 Votes und es sind sogar viele mit weit unter zehn Votes dabei. Viele Fragen sind doppelt und drehen sich um Entlassungen bei der Allianz. Dafür brauch man nicht 112 Leute nach Berlin einfliegen.
Warum scheint so eine tolle Idee zu scheitern?
Ich finde die Idee super und wie man beim Lesen der Webseite merkt, steckt da sehr viel an Prominenz und guter Absicht hinter. Nur leider scheint …
- keiner davon was mitzubekommen (ich hab es über einen Banner auf spiegel.de entdeckt)
- die Plattform schlecht konzipiert worden zu sein, so dass keiner für Fragen voted
Die Webseite sieht klar danach aus, dass sie jemand erstellt hat, der mehr auf das Design Wert gelegt hat, als auf die Benutzbarkeit der Plattform. Für Fragen zu voten ist viel zu schwer zu finden und auch dann noch eine Qual. Das Interface ist schlecht gemacht, die Usability mies und die Webseite verfehlt einfach mal komplett ihren Zweck.
Die Intention der Veranstaltung ist so toll und tiefgründig und scheitert dann daran, dass man die Webseite auf Image und Oberflächlichkeit ausgelegt hat. Witzig, traurig und Mehrdeutig zugleich.
Die Menschheit ist anscheint nicht in der Lage sich diese 100 Fragen zu stellen, solange Image, Aussehen und Oberflächligkeiten das Denken und Leben bestimmen, anstatt sich um die Bedürfnisse der Menschen zu kümmern.








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