Da ich gerade einen Comment zum Thema Microsummaries auf Peruns Weblog geschrieben habe, dachte ich mir, es wäre sinnvoll diesen nochmal gesondert zu posten, da evtl. mehrere Leute auf die Idee kommen könnten, dass Microsummaries von Firefox ein Microformat sind.
Microsummaries sind aber eigentlich genau das Gegenteil
Microformats zeichnen immer nur Daten innerhalb einer XHTML Seite aus, die für einen Menschen auch lesbar sind (humans first, maschines second). Bei den Microsummaries wird über das Link-Tag am Anfang einfach nur der Hinweis gegeben, wo sich das Microsummary befindet, damit der Firefox erkennt, dass es eines gibt und es findet.
Für das Microsummary gibt es aber einen gesonderten XML Output - genau das werden wahrscheinlich auch die Wordpress Plugins machen. Das Ziel von Microformats, ist es aber genau, diese doppelte Ausgabe von Daten in unterschiedlichen Formaten zu verhindern, und alle strukturierten Daten innerhalb der XHTML Datei auszuzeichnen.
Wie sehe ein hMicrosummary aus?
Wenn man jetzt ein Microformat für Microsummaries vorschlagen wollen würde, sehe das so aus, dass man direkt innerhalb der XHTML Seite spezielle Stellen auszeichnet, die als MicroSummaryContent hergenommen werden sollen. Dafür würde man die gleiche Struktur und Nomenklatur wie beim Orginal verwenden und auf XHTML Class-Names adaptieren.
Es ist eigentlich eher schade, dass Firefox diesen Weg nicht gegangen ist ![]()





5 responses so far ↓
1 DonKult // Oct 8, 2006 at 5:27 pm
Ich denke nicht, dass sich das Prinzip des Microsummaries so gut mit Microformat vertragen würde. Wenn ich einen Link mit rel-tag auszeichne, dann steht fest, dass das ein Tag ist. Markieren werde ich damit natürlich nur Tags und nicht etwa meine eMailadresse.
Jetzt stellt sich für mich allerdings die Frage was man bitte als Microsummary markiert? Nur weil der Autor der Webseite denkt der Titel des Letzten Artikels wäre ein gutes Microsummary muss dass noch lange nicht meine Meinung sein. Vielleicht will ich ja lieber wissen wann der letzte Artikel gepostet wurde. Der Autor kann mir also höchstens ein paar Vorschläge für Microsummaries machen, aber wenn ich was anders haben will dann packe ich meine (hoffentlich vorhanden) XPath-Kenntnisse aus und schreibe mein eigenen Microsummary-Generator für die Seite - oder hoffe das Andere das schon getan haben.
2 Sebastian Küpers // Oct 8, 2006 at 8:16 pm
Ich stecke in den Microsummaries jetzt noch nicht so tief drin - aber: ist es nicht so, dass eh nur der Webseiten Betreiber definieren kann, was in dem Summary drin steht, welches dann als XML ausgegeben wird?
Das hat jetzt mit Microformats nichts zu tun - entweder man nimmt das Summary, was einem vom Betreiber angeboten wird (egal wie es “ausgeliefert” wird) oder man muss, wie Du angesprochen hast, einfach selbst einen Generator schreiben.
Es ist vielmehr die Frage, ob man in das Summary etwas reinschreiben möchte, was auf der Webseite selbst nicht zu finden ist - wenn dem aber nicht so ist - also man eh nur Inhalt aus der Webseite selbst wiederverwendet: dann wären Microformats eleganter.
3 Mozillas Microsummaries für Wordpress » Peruns Weblog - Webwork und Internet // Oct 11, 2006 at 1:02 am
[…] Nachtrag: Microsummaries sind keine Microformats, Sebastian erklärt warum sie es nicht sind. […]
4 BXT // Oct 29, 2006 at 2:40 pm
Microsummaries haben den Vorteil, dass, auch wenn Viele die Seite als Lesezeichen gespeichert haben, der Traffic sehr klein bleibt, und auch Modem-User nicht erst Minuten lang warten müssen, nur um ihre Bookmarks zu laden.
Allerdings gibt es noch kein einheitliches Schema, wie man überhaupt erkennt, dass eine Seite Microsummaries anbietet. Man müsste also jede Seite bookmarken und dann schauen, ob es ein Microsummary gibt?
DonKult wollte wohl auf die Microsummary-Generatoren (sind Firefox Ad-ons) hinaus, die man sich Basteln kann. siehe http://developer.mozilla.org/en/docs/Creating_a_Microsummary
In der Tat sind diese Microsummaries noch in den Kinderschuhen und ob man jetzt einen Generator verwendet, oder einfach mit link-rel ein plain text einbindet, es ist kein Microformat.
5 DonKult // Oct 29, 2006 at 7:54 pm
@BTX: Was du mit Traffic klein bleiben meinst versteh ich nicht so ganz. Wenn das Microsummary vom Webseitenbetreiber bereitgestellt wird (serverseitiger Generator), dann ist die XML-Datei klein, die geladen wird um die Informationen zu erhalten, benutzt man aber einen eigenen (clientseitigen) Generator wird der komplette HTML-Code geladen um daraus dann die Informationen zu ziehen.
@Sebastian Küpers: Im Bezug auf deinen letzten Absatz: Für gewöhnlich will man nur Daten von der Webseite anzeigen, aber welche ist ja nicht immer ganz eindeutig. Ich hab es versucht in meinen ersten Kommentar zu erklären, anscheinend ist die Erklärung dabei nicht auf fruchtbaren Boden gefallen(=war unverständlich), daher probier ich es noch mal: Der Webseitenbetreiber wird wissen was auf seiner Seite ein Tag ist. Er wird auch sicherlich wissen wo Adressen stehen und die als solche mit Microformats kennzeichnen. Aber was bitte ist ein Microsummary? Antwort: Das entscheidet nicht der Webseitenbetreiber, sondern der Betrachter. Der eine will vielleicht in einem Microsummary von dem Blog hier den letzten Beitrag sehen. Der nächste das letzte Kommentar. Ein Anderer wäre gerne Up-to-date darüber, was für eine Schuhgröße du hast. Ich kann also etwas als Adresse, Tag usw. kennzeichnen, aber nichts als Microsummary. Als Webseitenbetreiber kann ich höchstens versuchen meinen Besuchern entgegen zu kommen und Generatoren für den letzten Beitrag/Kommentar bereit zu halten. Der Dritte der die Schuhgröße wissen will muss vermutlich aber selber einen Generator schreiben.
Ich kann daher BTX zustimmen, Microsummaries sind in den Kinderschuhen, aber ich bin zuversichtlich das die sich langsam aber stetig entwickeln werden – ob man den Microsummaries allerdings jemals den Microformats-Schuhe anziehen kann, wage ich zu bezweifeln.
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