Ich habe aktuell die Ehre an einem Buchprojekt zum Thema “Social Semantic Web” mitwirken zu dürfen und habe dort heute den Namen des Kapitels welches ich schreiben werde fixiert: “Semantic Metaverse” - wer hätte denn das gedacht?
Semantik - Ich brauche mehr Semantik
Wer mein Blog seit längerer Zeit liest, dürfte Wissen, dass mich die beiden Themen, die in diesem Kapitel-Naming stecken, brennend interessieren und ich sie mit Leidenschaft verfolge. Hier jetzt die Brücke in Buchform schlagen zu dürfen, freut mich doch sehr!
Prinzipiell wird es darum gehen aufzuzeigen, wie semantisch eigentlich heutige Metaversen sind und welche Potentiale sich ergeben, wenn Semantic Web auf Semantic Metaverse trifft.
Da ich mich (natürlich) zu den Menschen zähle, die an einen langfristigen Erfolg von Metaversen und Avataren glauben und noch viel stärker davon überzeugt bin, dass wir dringend ein Massen fähiges semantischen Web brauchen, soll natürlich auch die zukünftige Erweiterung des Webs, das Metaversum, in Sachen Semantik nicht hinterhinken.
Warum Semantik im Metaversum?
Metaversen sind gerade erst im Entstehen und ich denke wenn man die Entwicklung von HTML nochmal rückgängig machen könnte, würde man auf jedenfall von Anfang an mehr Semantik vorsehen, damit die Milliarden von Webseiten die nach Gründung des Webs entstanden sind, einfach mehr Nutzen haben und besser strukturiert sind.
Schaut man sich heute Second Life an, steckt auch - im Vergleich zu heutigem XHTML - bereits wesentlich mehr Semantik in der Plattform, als man evtl. auf anhieb denken mag. Informationen über Objekte, Avatare und Orte werden bereits strukturiert gespeichert und auch alle Tools zum “Publizieren” in Second Life, sind darauf ausgelegt, irgendwie strukturiert etwas zu tun.
Was aber natürlich nicht maschinenlesbar in SL ist, ist die Information darüber was ein Arrangement von Objekten eigentlich darstellt. Würde man im Sinne eines Crawler denken, der das Grid durchsucht und versucht rauszufinden, wieviele Reihenhäuser, Bürotürme und Einfamilienhäuser in Second Life stehen, drüfte es schwierig werden.
Gut - an dieser Stelle mal laut nachgedacht. Ich werde mich hier jetzt wirklich erstmal reindenken müssen und regelmässig über den Fortschritt meines Buchprojektes berichten. Es wird erst um diese Zeit im neuen Jahr erscheinen. Da wird sicherlich noch viel passieren!
Über Anregungen und Gedanken zu diesem Thema wäre ich natürlich mehr als dankbar. Es gibt ja bereits ein sehr spannendes Projekt - Wikitecture - welches das Prinzip eines Wikis versucht auf den Building / Architektur Prozess in Second Life zu übertragen. Ich denke da wird es auch spannende Parallelen geben. Denn die Teilnehmer an einem Architektur Wiki müssten ja auch strukturiert definieren, woran sie arbeiten und in welches Stadium es sich befindet.
Mann mann - spannend spannend spannend …. muss ick echt mal sagen!




3 responses so far ↓
1 Bernd Sommerfeld // Apr 25, 2007 at 10:27 pm
Der Titel erscheint laut Verlag Juni 2008 - gehts nicht schneller ?
Ich werde morgen mal bei Springer anrufen ;))
Ja, aber ein superspannendes Thema. Auch wenn der amerikanische Science-Fiction-Autor Neal Stephenson die dreidimensionale Internet-Welten für überschätzt hält - wie wir heute in der Presse lesen konnten. In seinem 1991 erschienenen Science-Fiction-Roman «Snow Crash» prägte er die Vorstellung eines dreidimensionalen Internets, das so genannte Metaversum, sowie den Begriff des Avatars…
Freue mich auf euer Buch !
toi toi toi !
2 nennett // Apr 27, 2007 at 8:01 am
Prima, sehr interessant. Nur, über ein Jahr ist lange. Aber sicherlich erscheint es im Metaverse viel, viel früher … Wieviel L$ soll ich schonmal zurücklegen?
3 time traveller // Jun 16, 2007 at 9:58 am
vor mehr als 20 jahren habe ich ebenfalls angefangen ein programm zu konzipieren bzw zu programmieren, das natürlichsprachige sätze versteht und intelligente antworten liefert. nur war damals weder windows noch das internet bekannt. erst jetzt, wo die ganzen daten-standards exisiteren, kann man daran denken, das ding online zu stellen. der grösste fehler in der computer-entwicklung bis jetzt war das hierarchische dateisystem. gut ding braucht eben weile.
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