Da heute Weblin unter anderem Gastgeber und Organisatoren des Barcamps in Hamburg waren, habe ich mir dann während der ersten langweiligen Session gleich mal den Client installiert. Das Prinzip ist schnell erklärt und erkennt man auch gut am Screenshot oben.
Menschen auf Webseiten über Avatare sichtbar machen
Ich besitze einen Avatar und dieser erscheint immer unten am Browserfenster. Sollten auch andere Weblin Nutzer auf der gleichen Webseite aktiv sein, kann man sich mit diesen unterhalten und im geringen Maße interagieren.
Finde ich in sofern spannend, als dass es natürlich den Aspekt aufgreift im Web etwas gemeinsam zu tun und diese Gemeinsamkeit auch über Avatare sichtbar zu machen. Ich denke dieses Projekt zeigt auch nochmal ganz gut, dass eigentilch das Avatar-Prinzip wesentlich ausschlaggebender ist, als die Räumlichkeit über 3D.

Wie man sieht, sind die Avatare noch nicht wirklich schick und in 3D - aber nach einem Gespräch von heute mit Weblin auf dem Barcamp wird sich das in Zukunft ändern und man denkt auch über Möglichkeiten nach Avatare aus WoW, Second Life und anderen Plattformen nach Weblin übertragen zu können.
Langristig ist das Geschäftsmodell hinter Weblin natürlich ähnlich wie bei Habbo, IMVU und Co. - es wird Credits geben und für diese kann ich mir z.B. Animationen, Kleidungen oder Items für meinen Avatar kaufen. Werbung ist auf dieser Plattform auch geplant, die dann in Form von Bots stattfinden kann.
Ich habe es aktuell laufen und finde es wirklich ganz witzig und immer wieder spannend zu sehen, wo gerade andere Weblin Leute rumlaufen. Wenn ich mir allerdings die Topcloud von Weblin anschaue, die einem sagt wo die meisten Weblins sind, werde ich wohl vorerst nicht so viele treffen


14 responses so far ↓
1 ridcully // Jun 10, 2007 at 11:44 am
Schade, dass der Weblin-Client nur für Windows verfügbar ist. Sonst hätte ich mir das mit Sicherheit schon früher einmal angeschaut. So allerdings habe ich keine Möglichkeit das mal zu testen… Schade!
2 Bernd Celt // Jun 10, 2007 at 1:37 pm
Ich warte mal auf die MAC OS Version!
3 Sebastian Küpers // Jun 10, 2007 at 6:21 pm
Das ist natürlich schade
4 Christian Scholz // Jun 11, 2007 at 11:37 am
Ich warte mal mit
Und sicherlich ein interessantes Projekt, soweit man natürlich auch genügend interessante Leute trifft und sich mehr individualisieren kann, so dass ich Leute auch am Aussehen wiedererkenne.
(so ist das ja auch bei Second Life und Photos, da erkennt man ja auch bestimmte Personen direkt, auch ohne Nametag).
Bezogen darauf hatten wir im übrigen auch beim web3d-Talk auf dem Barcamp ähnliche Themen, z.B. auch, wie man vielleicht einen Avatar von einem Service zum anderen mitnehmen könnte.
Man kann sich ja auch leicht vorstellen, dass bei X virtuellen Welten irgendwann der Spass aufhört, sich dauernd selbst zu gestalten. Bei 100 Profileinträgen auf Social Websites geht das vielleicht noch, bei 100 virtuellen Welten könnte es aber vielleicht auch schnell ins Geld gehen.
Aber ich schweife ab
Werde es auf jeden Fall auch mal unter Windows testen, wenn ich das nächste mal davorsitze.
5 Uli Heimann // Jun 11, 2007 at 5:33 pm
Aber das ist doch ein alter Hut. Immer wieder spannend zu sehen, dass es nicht auf die Idee an sich ankommt, sondern vielmehr auf die Aufmerksamkeit, die mit dem Image in Verbindung gebracht wird. Schon seit mehreren Jahren gibt es http://www.webmobs.de/, die eigentliche Plattform von Dr. Heiner Wolf mit animierten Avataren. Einfach grün anstreichen, cooler Tipp, werd ich gleich mal Stephan vorschlagen…
6 Uli Heimann // Jun 11, 2007 at 5:35 pm
… ach ja, und unter http://www.webmobs.de/social-software.html steht, dass “webmobs ein offenes system sein soll. Es basiert auf dem offenen instant message und presence protokoll jabber / xmpp.” Vielleicht hift das ja für Mac-User???
7 Sebastian Küpers // Jun 11, 2007 at 5:49 pm
Ja das mit den webmobs hat mir dann auch innerhalb von wenigen Minuten einer bei Pixelpark erzählt
Ich erinnere mich, dass es Zweitgeist auch schon seit einer halben Ewigkeit geben soll.
8 Hendrik Harbeck // Jun 12, 2007 at 2:04 pm
Es ist richtig, dass sich weblin aus anderen Projekten entwickelt hat (Lluna). Dazu kann man sich gern auch folgendes Interview anschauen: http://netzstimmen.de/eintrag.php?id=54
Ein Projekt in diesem Reifestatus ist halt nicht “plötzlich mal da”. Vielleicht hätten wir dann auch nicht so positives Feedback.
Danke jedenfalls für den netten Artikel.
Grüße
Hendrik (von zweitgeist / weblin)
9 stefan.waidele.info » Identität und Privatsphäre Online // Jun 12, 2007 at 5:17 pm
[…] Weblin oder die erhältlichen Pagerank-Plugins für Browser sind Beispiele dafür, dass man dieses Ziel auch “nebenbei” erreichen könnte und den Anwendern dafür nur ein wenig Spaß bzw. Nutzen bieten muss. Auch wenn von diesen Diensten diese Daten nicht erhoben werde, so führt es doch vor Augen, wie leicht man als Nutzer diesen Teil seiner Privatspäre unbedacht aufgeben kann. Selbstverständlich gehe ich davon aus, dass Weblin, DHL und die Plugin-Hersteller diese Daten nicht sammeln und auswerten - wesentlich “hygienischer” wäre es jedoch, diese Daten erst gar nicht zu erzeugen. […]
10 John // Nov 22, 2007 at 8:09 am
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