Dem Begriff microID begegnet man in letzter Zeit häufiger, wenn man sich mit einschlägigen Diensten aus dem Umfeld des sozialen Web beschäftigt. Grund dafür ist der Wunsch nach Verifizierung von Daten, bei denen man sich als Eigentümer angibt. Das könnten Links, Blogs, Profile oder auch Microcontents sein.
Wie funktioniert eine microID?
MicroID’s bieten eine sehr einfache Lösung auf Microebene, um den Eigentümer von Content anhand einer Email-Adresse zu verifizieren. Bei microID handelt es dabei um noch kein Mikroformat - es gibt aber Bestrebungen eines zu werden.
Zur Verifizierung geht man von der Annahme aus, dass nur der Eigentümer des angegebenen Contents auch die Möglichkeit hat diesen zu bearbeiten. Das ist nämlich notwendig um eine aus der Email-Adresse und Seiten-URI generierte Prüfsumme in eine Seite einzubetten.
Das könnte z.B. folgender Maßen aussehen:
Man fügt einfach nur dieses Meta-Tag in die entsprechende Seite ein, und schon kann ein anderer Dienst anhand der Email-Adresse die man bei dem Dienst angegeben hat und der URI, bei der er nachschaut, selbst bestimmten, ob eine positive Verifizierung vorliegt.
Der Schlüssel liegt also in der Email-Adresse, was insofern gut gewählt ist, da bei so ziemlichen allen Dienste während der Registierung die Angabe der Email geprüft wird und man in der Lage sein muss, eine Registrierungsemail zu bestätigen, um den Dienst zu nutzen.
Eine microID kann jetzt aber auch Teil von einem Microformat sein:
…
Wie man sieht, ist das wirklich eine ganz kompakte und einfache Sache, die auch wunderbar mit Microformats zusammen harmoniert. Ihr könnt als gleich mal loslegen und eure ganzen Microformats noch mit der passenden microID zu versehen.
Dafür braucht ihr vor allem die microID Prüfsumme, welche sich aus zwei Hash-Keys zusammensetzt:
MicroID = sha1_hex( sha1_hex( "mailto:user@email.com" ) + sha1_hex( "http://website.com" ) );
Und das war dann auch schon das spannende Geheimnis um eine microID. Man kann hier ganz einfach selbst eine entsprechende Prüfsumme generieren lassen, oder microID unterstützende Dienste wie z.B. last.fm (in der Zukunft) oder ma.gnolia (in der Gegenwart) erstellen einfach für entsprechende Seiten selbst die Prüfsumme auf Basis ihrer URL und natürlich der Email-Adresse, die man dort angegeben hat.
Beispiel aus der Praxis
Die beiden bekanntesten Dienst, die eine Verifizierung auf Basis von microID’s bisher unterstützen sind wohl claimID und ma.gnolia. (Was ist claimID?) Wichtig ist dabei, wie schon erwähnt, dass man bei claimID und ma.gnolia die gleiche Email-Adresse verwendet hat.
ma.gnolia generiert nämlich für das Benutzerprofil und die persönliche Bookmarkseite selbst die microID und fügt sie als Meta-Tag ein. Bei claimID kann mann dann wiederum eine Verifizierung beantragen, wenn man von dort auf eine dieser Seiten ein Bookmark gesetzt hat.

Manuell kann man dass natürlich in Zusammenhang mit claimID auch bei allen anderen Webseiten und Microforamten vornehmen, die man selbst editieren kann. Wenn ihr Fragen zu microID’s habt, könnt ihr die gerne in den Comments posten!




7 responses so far ↓
1 Dennis // Aug 31, 2006 at 4:57 pm
Spannendes Thema - überhaupt das ganze Identity2.0 ist sehr interessant, guter Artikel, Danke!
2 Sebastian Küpers // Sep 1, 2006 at 3:07 pm
Allerdings - gerade auch was openID angeht. Falls du den Artikeln von mir noch nicht kennst: http://pixelsebi.com/2006-06-29/openid-meets-claimid/
3 Xanax grapefruit juice. // Apr 5, 2007 at 12:41 am
Grapefruit juice and xanax….
Grapefruit juice and xanax. Xanax grapefruit juice….
4 Kraus // May 15, 2007 at 7:25 pm
Gruezi, Super Site betreibt Ihr hier!!! Das kann sich wirklich sehen lassen…
5 Morales // May 31, 2007 at 11:21 pm
COOOOOOL!!!!!!!! Let’s be friends!!! Go to my site and post your info
6 Michelle // Jun 15, 2007 at 3:22 am
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7 snirgel sagt danke.. at snirgel // Aug 17, 2008 at 8:11 pm
[…] …an Sebastian Küpers für seinen deutschen, wenn auch inzwischen schon 2 Jahre alten Artikel über microID. […]
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